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4. Sonderausgabe Corona-Virus: Unterstützung für Unternehmen und Eltern


Stand: 11. Juni 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

weiterhin stellt der Corona-Virus Unternehmen und (werdende) Eltern vor große Herausforderungen. Die Bundesregierung und die brandenburgische Landesregierung arbeiten beständig an verschiedensten finanziellen Unterstützungs- und Hilfsangeboten, um die Betroffenen zu entlasten.

Mit unserem vierten Newsletter zum Thema Corona-Virus informieren wir Sie über:

  1. die Verlängerung des Entschädigungsanspruches bei Verdienstausfall,
  2. die weiterhin durch das Land Brandenburg geförderte Freistellung von Kita-Beiträgen und 
  3. die Unterstützung der Bundesregierung mit dem Corona-Konjunkturpaket für Familien und Kinder.

Bei Interesse finden Sie gleichermaßen alle früheren Sonderausgaben Corona-Virus auf unserer Internetseite.

Wir haben unsere Servicezeiten während der Corona-Pandemie von Montag bis Freitag auf 08:00 Uhr bis 16:30 Uhr erweitert und beraten Sie gerne zu allen Programmen unseres Themenbereiches. Sie erreichen uns telefonisch unter 0331-7044 5720 oder per E-Mail elternzeit@wfbb.de.

Unternehmen, die im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in eine akute finanzielle Notsituation oder andere betriebswirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, können sich an die Wirtschaftsförderung Brandenburg Land GmbH (WFBB) wenden. Telefonisch erreichen Sie die zentral eingerichtete Anlaufstelle von Montag bis Freitag zwischen 09:00 Uhr und 17:00 Uhr unter 0331-730 61-222


Ihre

Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit

Team WFBB Arbeit – Soziale Innovation, Integration & Vereinbarkeit


Der Newsletter kann gerne an Interessierte weitergereicht und hier abonniert werden. Wenn Sie Probleme mit der Darstellung des Newsletters haben, klicken Sie bitte hier.


Teilweise sind Schulen und Kitas wegen der Corona-Pandemie weiterhin geschlossen und öffnen je nach Infektionsgeschehen sowie Kapazitäten nur stufenweise wieder. Eltern und Alleinerziehende, die ihre Kinder betreuen und daher nicht arbeiten können, haben Anspruch auf eine Lohnfortzahlung.

Der Zeitraum für den Entschädigungsanspruch wurde nun von ursprünglich sechs Wochen auf zehn Wochen, für Alleinerziehende auf zwanzig Wochen, verlängert.

Erwerbstätige beziehungsweise selbständige Sorgeberechtigte von Kindern bis zum 12. Lebensjahr oder mit Behinderung erhalten unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung von 67 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens und maximal 2.016 Euro je Monat.

Die Entschädigung können erwerbstätige Eltern erst bekommen, wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt, der Arbeit vorübergehend bezahlt fernzubleiben, wie etwa der Abbau von Zeitguthaben. Zudem gehen Ansprüche auf Kurzarbeitergeld dem Entschädigungsanspruch vor. Auch greift der Anspruch nicht während regulärer Schließzeiten, beispielsweise Schul- oder Betriebsferien.

Der Maximalzeitraum von 10 beziehungsweise 20 Wochen muss nicht an einem Stück in Anspruch genommen werden, sondern ist bis zum 31. Dezember 2020 möglich. Die Auszahlung des Entschädigungsanspruchs läuft über die Betriebe. Den Antrag können Betroffene einreichen über das Portal: ifsg-online.de. Das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) bearbeitet die Entschädigungsanträge.


Seit dem 1. April 2020 fördert das Land Brandenburg wegen der Corona-Pandemie die Freistellung von Elternbeiträgen für Krippe, Kita und Hort und gleicht den Trägern entgangene Beiträge aus.

Mit dem Einstieg in die eingeschränkte Regelbetreuung können wieder mehr Kinder in den Kindertagesstätten betreut werden. So wurde die bislang geltende Richtlinie angepasst, sie gilt ab dem 1. Juli 2020.

Ab diesem Datum zahlen Eltern für die Inanspruchnahme der eingeschränkten Regelbetreuung einen anteiligen Betrag von 12,50 Euro im Monat, wenn ihr Kind weniger als sechs Stunden beziehungsweise im Hort unter vier Stunden täglich betreut wird (Mindestrechtsanspruch nach § 1 Abs. 3 KitaGesetz). Die Ausgleichspauschale des Landes an den Kita-Träger wird entsprechend um diesen Betrag gekürzt.

Eltern von Kindern, denen im Rahmen der eingeschränkten Regelbetreuung bereits der Mindestrechtsanspruch gewährt wird, zahlen den vor Ort geltenden Elternbeitrag entsprechend  Gebührensatzung/-ordnung. Diese Kinder werden nicht mehr mit der neugefassten „Richtlinie Kita-Elternbeitrag Corona“ gefördert. Gleiches gilt weiterhin für Eltern, die ihr Kind in der Notfallbetreuung angemeldet haben.

Weitere Informationen zur Beitragsfreistellung ab dem 1. Juli 2020 können Interessierte in der Richtlinie und den FAQ zur Richtlinie nachlesen.


Die Bundesregierung hat ein Konjunkturprogramm beschlossen, mit dem Familien, Unternehmen und Kommunen unterstützt werden sollen, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie besser zu bewältigen. Vorbehaltlich der formalen Zustimmung von Bundestag und Bundesrat sieht das Corona-Konjunkturpaket für Familien und Kinder einerseits einen Kinderbonus vor, der eine finanzielle Unterstützung leisten und zugleich die Kaufkraft steigern soll. Andererseits sind Investitionen in den Ausbau der Kindertagesbetreuung beschlossen worden. "Gerade in Krisenzeiten wird deutlich, wie wichtig gute Kinderbetreuungsangebote sind, damit das Gesamtsystem funktioniert", so Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey. 

Familien sollen für jedes Kind einen Kinderbonus von 300 Euro erhalten. Diese Unterstützungsleistung hat keinen Einfluss auf Zahlungen in Zusammenhang mit der Grundsicherung und wird auf den steuerlichen Freibetrag angerechnet. Der Bund hat 4,3 Milliarden Euro für den Kinderbonus eingeplant.
Auch soll der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende von derzeit 1.908 Euro auf 4.000 Euro für die Jahre 2020 und 2021 angehoben werden.

Weiterhin will die Bundesregierung in den Ausbau der Kindertagesbetreuung in Kita und Schule investieren. Für den Ausbau der Kapazitäten der Kitas will der Bund zusätzlich eine Milliarde Euro bereitstellen. Damit könnten 90.000 weitere Betreuungsplätze geschaffen werden.
Bei den Schulen will die Politik den Ausbau der Ganztagsbetreuung beschleunigen. Zudem erweitert sie den Katalog der förderfähigen Investitionen im Digitalpakt Schule. So sollen Schulen künftig besser in der Lage sein, Präsenzunterricht und E-Learning zu Hause zu realisieren.


Impressum

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Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB)
Babelsberger Straße 21 - 14473 Potsdam

V.i.S.d.P. Alexander Gallrein, Leiter Marketing/Kommunikation

Tel. 0331/73061111

alexander.gallrein@wfbb.de



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