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2. Sonderausgabe Corona-Virus: Unterstützung für Unternehmen und Eltern


Stand: 9. April 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

weiterhin stellt der Corona-Virus Unternehmen und Eltern vor große Herausforderungen. Die Bundesregierung und die brandenburgische Landesregierung arbeiten beständig an verschiedensten finanziellen Unterstützungs- und Hilfsangeboten, um die Betroffenen zu entlasten.

Mit unserem zweiten Newsletter zum Thema Corona-Virus informieren wir Sie über:

  1. das Vorhaben der kurzfristigen Anpassung der Voraussetzungen für das Elterngeld,
  2. die Freistellung von Kita-Beiträgen,
  3. den Leitfaden zur Einrichtung von Home-Office-Arbeitsplätzen und
  4. Corona-Unterstützung für Unternehmen.

Bei Interesse finden Sie gleichermaßen die erste Sonderausgabe Corona-Virus mit vielen hilfreichen Informationen vom 1. April 2020.

Wir haben unsere Servicezeiten während der Corona-Zeit von Montag bis Freitag auf 08:00 Uhr bis 16:30 Uhr erweitert und beraten Sie gerne zu allen Programmen unseres Themenbereiches. Sie erreichen uns telefonisch unter 0331-7044 5720 oder per E-Mail elternzeit@wfbb.de.

Unternehmen, die im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in eine akute finanzielle Notsituation oder andere betriebswirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, können sich an die Wirtschaftsförderung Brandenburg Land GmbH (WFBB) wenden. Telefonisch erreichen Sie die zentral eingerichtete Anlaufstelle von Montag bis Freitag zwischen 08:00 Uhr und 18:00 Uhr unter 0331-730 61-222 oder nehmen Sie den Kontakt über den eigens zu diesem Thema eingerichteten Fragebogen auf. 

 

Ihre

Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit

Team WFBB Arbeit – Soziale Innovation, Integration & Vereinbarkeit


Der Newsletter kann gerne an Interessierte weitergereicht und hier abonniert werden. Wenn Sie Probleme mit der Darstellung des Newsletters haben, klicken Sie bitte hier.


Ankündigung: Das Elterngeld wird kurzfristig angepasst

Die Voraussetzungen für das Elterngeld werden angepasst, damit Eltern, die in der Corona-Krise aufgrund Kurarbeit oder Freistellung die Grundlage für den Bezug nicht mehr einhalten können, keine finanziellen Nachteile haben. Die gegenwärtigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie haben mitunter zur Folge, dass eine steigende Zahl von Eltern die Voraussetzungen nicht mehr einhalten können, die für den Bezug des Elterngeldes vorgesehen sind. Auch viele werdende Eltern befürchten bei der späteren Elterngeldberechnung erhebliche Nachteile durch die aktuelle Corona-Krise.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat daher kurzfristige Anpassungen vorgeschlagen, auf die sich nun auch die Koalitionsfraktionen geeinigt haben. Folgende Regelungen sollen gesetzlich geändert werden:

  • Anpassungen beim Elterngeld für Eltern, die in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten. Da sie jetzt besonders gebraucht werden, können sie ihre Elterngeldmonate aufschieben.
  • Außerdem sollen Eltern den Partnerschaftsbonus - eine zusätzliche Leistung, die Mütter und Väter bekommen, die gleichzeitig Teilzeit arbeiten, um sich die Kindererziehung zu teilen - nicht verlieren, wenn sie aufgrund der Corona-Krise aktuell mehr oder weniger arbeiten als geplant.
  • Zudem sollen Eltern und werdende Eltern, die aktuell Einkommensverluste haben, weil sie zum Beispiel in Kurzarbeit sind, keinen Nachteil im Elterngeld haben. Konkret: Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld I wegen Corona reduzieren das Elterngeld nicht und fließen auch bei der späteren Berechnung des Elterngeldes für ein weiteres Kind nicht mit ein.

Weitere Informationen dazu werden wir Ihnen im nächsten Sondernewsletter zur Verfügung stellen.


Brandenburg fördert die Freistellung von Kita-Beiträgen

Seit dem 1. April 2020 fördert das Land Brandenburg wegen des Corona-Virus' die Freistellung von Elternbeiträgen für Krippe, Kita und Hort. Vorausgesetzt, die Eltern nutzen die Notbetreuung nicht.

Stellen also Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen die Eltern von Beitragszahlungen frei, bekommen sie dafür Pauschalbeträge vom Land erstattet. Den Förderantrag müssen die Einrichtungen bei ihrem örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe / Jugendamt stellen. Die Eltern selbst brauchen nichts tun. Lediglich sollen die Einrichtungsträger die Eltern informieren, ab wann und wie er die Eltern für die Corona-Zeit vom Elternbeitrag befreit.
Die Einrichtungsträger können auch die Kinder in Notfallbetreuung beitragsfrei stellen. Allerdings werden diese entgangenen Beiträge nicht vom Land Brandenburg gefördert.

Die Anträge für April 2020 können seit dem 1. April 2020 beim Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) eingereicht werden. Falls Kindertageseinrichtungen ihren Betrieb über den April 2020 hinaus wegen des Corona-Virus' einstellen müssen, sind die Anträge bis zum 15. des jeweiligen Monats zu stellen.

Das MBJS überweist die Fördergelder an die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe. Diese müssen die Zuwendung an die Träger der Kindertagesstätten und der Kindertagespflege spätestens 14 Tage nach Eingang der Zahlung ohne Abzug auszahlen.

Weitere Informationen zur Beitragsfreistellung können Interessierte in der Richtline und den FAQ zur Richtlinie nachlesen.


Leitfaden zur Einrichtung von Home-Office-Arbeitsplätzen

Unternehmen schaffen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter momentan im Kontext der Corona-Prävention flexible Arbeitsmöglichkeiten in Form von Home-Office-Arbeitsplätzen und mobilem Arbeiten. Die Arbeit aus dem Home-Office bzw. des mobilen Arbeitens bietet die Möglichkeit, die Arbeitsprozesse aufrechtzuerhalten und so die Geschäftsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen.

Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) leistet gegenwärtig mit hilfreichen Hinweisen in einer 4-Schritt-Anleitung Unterstützung für ein erfolgreiches Arbeiten von zu Hause.

Trotz der gegebenen herausfordernden Situation sollte auch bei der Einrichtung von Home-Office-Arbeitsplätzen die IT-Sicherheit adäquat berücksichtigt werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt in diesem Zusammenhang einen Leitfaden mit einfachen Maßnahmen bereit, mit denen ohne größeren Aufwand für IT-Sicherheit im mobilen Arbeiten gesorgt werden kann.


Corona-Unterstützung für Unternehmen

Brandenburg unterstützt Unternehmen

Brandenburg unterstützt kleine und mittlere Unternehmen, Solo-Selbständige sowie Freiberufler, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und Liquiditätsengpässe geraten sind, mit einem Soforthilfeprogramm.

Notleidende Unternehmen bis 100 Erwerbstätige können unbürokratisch und kurzfristig zwischen 9.000 und 60.000 Euro zur Abwendung einer akuten Existenzgefährdung erhalten. Diese Soforthilfen werden nicht als Darlehen, sondern als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt.

Die Unterstützung aus dem neuen Soforthilfeprogramm wird gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt:

bis zu 5 Erwerbstätige bis zu 9.000,- EUR,
bis zu 15 Erwerbstätige bis zu 15.000,- EUR,
bis zu 50 Erwerbstätige bis zu 30.000,- EUR,
bis zu 100 Erwerbstätige bis zu 60.000,- EUR

Die Umsetzung des Programms erfolgt über die Investitionsbank des Landes BrandenburgAnträge stellen können gewerbliche Unternehmen und selbstständige Freiberufler mit bis zu 100 Erwerbstätigen, die eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte im Land Brandenburg haben. Die Soforthilfe wird nach Eingang der vollständigen Antragsunterlagen kurzfristig auf das Konto der Leistungsempfänger überwiesen.
Wenn Sie sich beim ILB-Newsletter anmelden, erhalten Sie automatisch aktuelle Informationen der ILB zum Programm.

Das Land Brandenburg hat für Betriebe, Beschäftigte und Selbstständige einen Rettungsschirm aufgespannt. Dieser umfasst Hilfen von insgesamt zwei Milliarden Euro.


Die WFBB hilft

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit mehr als 100 Erwerbstätigen, die im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in eine akute finanzielle Notsituation oder andere betriebswirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, können sich an die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) wenden. Andere betriebswirtschaftliche Schwierigkeiten können beispielsweise akute Mitarbeiterbedarfe sein, unterbrochene Lieferketten oder akute technologische Anforderungen für Prozessumstellungen.

Sie erreichen die WFBB auf zwei Wegen:
online oder telefonisch.

Der schnellste Weg zu uns - unkompliziert, kompakt und konkret:

Machen Sie online die erforderlichen Angaben hier.

Ihre Angaben werden damit direkt erfasst und selbstverständlich vertraulich behandelt.

Telefonisch erreichen Sie unsere zentral eingerichtete Anlaufstelle von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr unter:

Tel. 0331 - 730 61-222


Brandenburger Unternehmen helfen

Aktuell denken viele Unternehmen über die Erweiterung ihrer Produktlinien auf Schutzkleidung, Masken oder Desinfektionsmittel nach. Andere können sich vorstellen, ihre derzeit unbeschäftigten Mitarbeiter an Logistik- und Handelsunternehmen zu vermitteln.

Konkrete Unterstützung leisten hier die Branchenteams der Wirtschaftsförderung Brandenburg. Auch Sie denken darüber nach? Schicken Sie uns eine Mail an wirtschaft-hilft@wfbb.de


Weitere Informationen bietet der Internetauftritt des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE)

Informationen zum Beispiel zu Kurzarbeitergeld, Entgeltfortzahlung bei Betriebsschließung oder von Personen, die unter Quarantäne gestellt sind, finden Sie hier.

Informationen zur Aufwandsentschädigung für polnische Grenzpendler erhalten Sie ebenfalls beim Wirtschaftsministerium Brandenburg. Die Auszahlung der Unterstützung erfolgt durch die am Betriebssitz zuständigen Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern an die Unternehmen. Nicht kammerangehörige Unternehmen, wie insbesondere Einrichtungen des Gesundheitswesens und landwirtschaftliche Betriebe, erhalten die Unterstützung durch die regional zuständigen Industrie- und Handelskammern.

Das MWAE unterstützt außerdem die Initiative jobsNOW. Diese Initiative wurde von den Brandenburger Agenturen für Arbeit gestartet und soll helfen, in diesen Tagen Arbeits- und Fachkräfte suchende Unternehmen sowie Arbeitsuchende auf kurzen Wegen unbürokratisch zusammenzubringen.


Weitere Informationen finden Sie auch auf den Internetseiten anderer Institutionen

Zu Ansprüchen aus Verdienstausfall nach Infektionsschutzgesetz (z. B. bei Schul-oder Kita-Schließungen) informiert das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) hier. Dort finden Sie auch alle Anträge.

Darüber hinaus berät dazu unsere Servicestelle Arbeitsweilt und Elternzeit: 0331 704457-20.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) informiert über die Fördermöglichkeiten hier.

Unter diesem Link informiert die Bundesagentur für Arbeit zum Kurzarbeitergeld.

Anträge auf zinslose Stundung von Steuerzahlungen können jetzt vereinfacht gestellt werden. Gleiches gilt für Anträge auf Vollstreckungsaufschub und die Herabsetzung von Steuervorauszahlungen. Die Finanzämter bieten dazu online hier ein neues Antragsformular an.

Ab Mittwoch, 18. März 2020, müssen viele Unternehmen ihre Geschäfte schließen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Informationen, wer davon betroffen ist und wer nicht, finden Sie hier.

Wie stelle ich einen betrieblichen Pandemieplan auf? Wo gibt es aktuelle Infos? Ein Mitarbeiter ist infiziert – was tun? Auch der DIHK hat viele wichtige Links und Tipps für Unternehmen zusammengestellt.

Weitere Informationen können Sie der Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg vom 22. März 2020 des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) des Landes Brandenburg entnehmen.

Benötigen Sie eine Arbeitgeberbescheinigung für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Wahrnehmung beruflicher Tätigkeiten und zum Aufsuchen des Arbeitsplatzes? Ein entsprechendes Muster finden Sie hier.


Gesundheitsbezogene Fragen

Für gesundheitsbezogene Fragen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus nutzen Unternehmen bitte Informationen des Brandenburger Gesundheitsministeriums oder des Bundes (z. B. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) oder wenden sich an die zuständigen Gesundheitsämter.

Benötigen Sie eine Arbeitgeberbescheinigung für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Wahrnehmung beruflicher Tätigkeiten und zum Aufsuchen des Arbeitsplatzes? Ein entsprechendes Muster finden Sie hier.



Impressum

Newsletter Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit

Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB)
Babelsberger Straße 21 - 14473 Potsdam

V.i.S.d.P. Alexander Gallrein, Leiter Marketing/Kommunikation

Tel. 0331/73061111

alexander.gallrein@wfbb.de



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