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Ausgabe vom 27.03.2019

Liebe Leserinnen und Leser,

Foto: Simone Olbrich
© Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB)
Simone Olbrich, Projektleiterin Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit

wir informieren Sie in der aktuellen Ausgabe über neue Themen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und präsentieren Ihnen ein familienfreundliches Unternehmen aus dem brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland: die "Kristallkinder Intensivpflege GmbH" aus Petershagen/Eggersdorf. Das Unternehmen fördert zahlreiche Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Wir stellen Ihnen eine neue Studie des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung zur Thematik Väter in der Elternzeit vor und weisen auf ein aktuelles Urteil über die Verlängerung der Elternzeit um das dritte Lebensjahr des Kindes hin.

Der Newsletter richtet sich sowohl an Unternehmen und deren Personalverantwortliche als auch an (werdende) Eltern und thematisch interessierte Menschen.

Die Servicestelle berät Sie gern zu allen Fragen rund um Mutterschutz, Elternzeit und Wiedereinstieg in den Beruf. Sie erreichen uns auch telefonisch unter der folgenden Nummer 0331-70445720.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre des Newsletters!

Simone Olbrich

Projektleiterin Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit

Team WFBB Arbeit – Soziale Innovation, Integration & Vereinbarkeit


Der Newsletter kann gerne an Interessierte weitergereicht und hier abonniert werden. Wenn Sie Probleme mit der Darstellung des Newsletters haben, klicken Sie bitte hier.



Wissenswertes für Unternehmen


Ein familienfreundliches Unternehmen aus Brandenburg: „Kristallkinder Intensivpflege GmbH“

Foto: Existenzgründerpreis Land Brandenburg 2016 - Adam Sevens

Wir präsentieren ein familienfreundliches Unternehmen in Brandenburg die „Kristallkinder Intensivpflege GmbH“ aus Petershagen/Eggersdorf im Landkreis Märkisch-Oderland.

Das Unternehmen Kristallkinder Intensivpflege GmbH wurde im Jahr 2013 gegründet und widmet sich der Pflege und Betreuung schwersterkrankter, intensivpflegebedürftiger Kinder und Jugendlicher aus der Region Berlin-Brandenburg und dem gesamten Bundesgebiet. In Abhängigkeit von der Art und Schwere der Erkrankung sowie der häuslichen Situation der betroffenen Kinder bietet die Pflegeeinrichtung vier Grundformen der Intensivpflege an, welche sich nach dem Ziel und der Dauer des Aufenthaltes unterscheiden. Ein besonderer Schwerpunkt des Leistungsangebotes ist die Versorgung außerklinisch beatmeter Patienten sowie eine dauerhafte Betreuung vor Ort in der Einrichtung.
Mit einem ganzheitlichen und interdisziplinären Therapieansatz unterstützt und begleitet die Pflegeeinrichtung junge Patienten und ihre Angehörigen mit medizinischer Versorgung und individueller Pflegeleistung, die auf die Bedürfnisse und Belange angepasst wird.

Ein wichtiges Ziel der Arbeit ist es, dass die Kinder und Jugendliche pädagogisch gefördert werden, damit sie in Kitas und Schulen gut integriert werden.

Mit dem Unternehmensmotto „Wir gestalten Lebenszeit“ gehört Kristallkinder Intensivpflege GmbH zu den familienfreundlichsten Unternehmen im Land Brandenburg.


Weitere Informationen zu den familienfreundlichen Maßnahmen der „Kristallkinder Intensivpflege GmbH“ finden Sie hier.

 

Foto: Existenzgründerpreis Land Brandenburg 2016 - Adam Sevens
© Adam Sevens


Bester Arbeitgeber Landkreis Dahme-Spreewald 2019 gesucht

Foto: Wirtschaftsfördergesellschaft Dahme-Spreewald mbH
© Wirtschaftsfördergesellschaft Dahme-Spreewald mbH
Wirtschaftsfördergesellschaft-Dahme-Spreewald-mbH

Unternehmen können sich ab sofort als „Bester Arbeitgeber Landkreis Dahme-Spreewald“ bewerben. Der Landkreis Dahme-Spreewald lobt gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH den Preis zum vierten Mal aus. 

Bewerben können sich große, mittelgroße und kleinere Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, aber auch Angestellte, die ihren Betrieb für die Auszeichnung „Bester Arbeitgeber Landkreis Dahme-Spreewald 2019“ vorschlagen möchten. 

Die Teilnahme am Wettbewerb ist bis zum 31. Mai 2019 möglich.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.


Wissenswertes für Eltern und Familien


Studie: Wenn Männer Vätermonate nehmen, ändert das langfristig die Rollenverteilung in der Familie

Eine Elternzeit führt bei Vätern zu nachhaltigen Verhaltensänderungen. Auch nach der Auszeit vom Beruf verbringen Väter laut einer Studie des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen mehr Zeit mit ihren Kindern und sind engagierter im Haushalt. Dieser Effekt hält auch noch Jahre nach dem Ende der Elternzeit an.

Nach der Auswertung, die auf Daten des sozio-oekonomischen Panels (SOEP) basiert, verbringen Väter, die in Elternzeit waren, in den ersten sechs Lebensjahren des Kindes am Wochenende täglich rund eineinhalb Stunden mehr mit ihren Kindern als Väter, die durchgehend arbeiteten. Auch im Haushalt wirke die Elternzeit lange nach: Väter, die Elternzeit und Elterngeld in Anspruch nahmen, machten täglich eine halbe Stunde mehr Hausarbeit.

Die Studie vergleicht insbesondere das Verhalten von Männern, die sowohl vor als auch nach der Einführung des Elterngeldes 2007 Vater geworden seien. Es sei deshalb nicht davon auszugehen, dass der Effekt darauf beruhe, dass Elternzeit nehmende Väter ohnehin die engagierteren seien. Die Studie zeigt zudem auf die wesentlichen Unterschiede, bei denselben Vätern zwischen dem ersten Kind, bei dem sie keine Elternzeit genommen haben, und dem zweiten, bei dem sie mindestens zwei Monate genommen haben.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.


Männer beziehen deutlich kürzer Elterngeld

Im vergangenen Jahr haben 410.000 Väter und 1,35 Millionen Mütter hierzulande Elterngeld bezogen – insgesamt sieben Prozent mehr als noch im Vorjahr. Wie die Grafik von Statista zeigt, ist dabei der Bezug bei Frauen deutlich länger als bei Männern. Während Mütter 2017 voraussichtlich 13,8 Monate Elterngeld beziehen wollten, waren es bei den Männern lediglich 3,7 Monate. 

Spitzenreiter sind die Bremer Väter mit einer durchschnittlichen Bezugsdauer von 5,1 Monaten. Bei den bayrischen Vätern sind es nur 3 Monate. Bei den Müttern liegen die Frauen in Rheinland-Pfalz mit 14,7 Monaten vorn, während es bei Frauen in Hamburg nur 12,9 Monate sind, wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Infografik: Statista_com
© Statista_com

Die Grafik zeigt die voraussichtliche Bezugsdauer von Elterngeld nach Geschlecht 2017 (in Monaten)

Alles was Recht ist


Verlängerung der Elternzeit um das dritte Lebensjahr des Kindes ohne Zustimmung des Arbeitgebers

Elterngeldgesetz sieht nicht nur erstmalige Inanspruchnahme von Elternzeit als zustimmungsfrei vor.

Das Landes­arbeits­gericht Berlin-Brandenburg hat entschieden, dass die Inanspruchnahme von Elternzeit für das dritte Lebensjahr eines Kindes im Anschluss an die Elternzeit während der ersten beiden Lebensjahre nicht von der Zustimmung des Arbeitgebers abhängig ist.

Der Kläger des zugrunde liegenden Streitfalls hatte Elternzeit für zwei Jahre ab der Geburt des Kindes beantragt. Einige Monate nach der Geburt des Kindes stellte er einen weiteren Antrag auf Elternzeit für ein weiteres Jahr, das sich direkt anschließen sollte. Dies wurde von der Arbeitgeberin abgelehnt.

Beschäftigte können im Anschluss an Bindungsfrist wieder frei disponieren.

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg stellte in seiner Entscheidung fest, dass sich der Kläger während des dritten Lebensjahres des Kindes in Elternzeit befindet. Aus dem Wortlaut und der Systematik des § 16 BEEG ergebe sich nicht, dass innerhalb der ersten drei Lebensjahre eines Kindes nur die erstmalige Inanspruchnahme von Elternzeit zustimmungsfrei sein solle. Die Beschränkung der Bindungsfrist in § 16 Abs. 1 Satz 2 BEEG auf zwei Jahre spreche vielmehr dafür, dass Beschäftigte im Anschluss an die Bindungsfrist wieder frei disponieren könnten und sich lediglich an die Anzeigefristen in § 16 Abs. 1 Satz 1 BEEG halten müssten. Hierfür spreche auch der vom Gesetzgeber verfolgte Zweck, Eltern durch die Beschränkung der Bindungsfrist mehr Entscheidungsflexibilität einzuräumen.


Weitere Informationen


Suchportal für Weiterbildung jetzt im neuen Design und mit erweiterten Funktionen

Nutzen Sie eine berufliche Auszeit, beispielsweise die Elternzeit, für eine Weiterbildung, um den eigenen Arbeitsplatz zu sichern oder neue Berufswege zu gehen.

35.000 aktuelle Kurse auf einen Blick: Mit dem neuen Webauftritt des WDB Suchportals für Weiterbildung in Berlin und Brandenburg finden Bildungsinteressierte nun noch einfacher die passende Weiterbildung für sich selbst oder Ihre Beschäftigten. Das unabhängige Online-Portal wurde nutzerfreundlicher gestaltet sowie für Tablets und Smartphones optimiert. Schauen Sie gleich mal rein: www.wdb-suchportal.de.

Das sind die wichtigsten Neuerungen:

  • responsives Design zur komfortablen Nutzung auf mobilen Endgeräten
  • Suche nach Anbietern auf einer interaktiven Karte
  • persönlicher Account zur Speicherung von Rechercheergebnissen
  • Navigation und Informationen auf Englisch sowie zukünftig auf Französisch, Polnisch, Russisch und Arabisch

Das WDB Suchportal ist ein Service der Weiterbildungsdatenbank Berlin der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales des Landes Berlin sowie von Weiterbildung Brandenburg der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH und wird aus Mitteln der Länder Berlin und Brandenburg gefördert. Die Nutzung ist sowohl für Weiterbildungssuchende als auch für Bildungseinrichtungen kostenfrei.


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Tel. 0331/73061111

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