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Ausgabe vom 18.10.2018

Liebe Leserinnen und Leser,

Foto: Dr. Peter Eulenhöfer
© Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB)
Dr. Peter Eulenhöfer, Bereichsleiter Arbeit, Energie, Gründung & Internationalisierung

in der dritten Ausgabe 2018 unseres Newsletters präsentieren wir Ihnen wieder ein familienfreundliches Unternehmen aus Brandenburg: das Praxisbeispiel "Schönfuss Sonnenschutztechnik GmbH" aus Brandenburg an der Havel. Das Unternehmen fördert zahlreiche Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Aufmerksam machen möchten wir Sie auf das Familienportal des Bundesfamilienministeriums. Dort finden Sie in digitaler Form gebündelte Informationen und Entscheidungshilfen zu Familienleistungen.
Außerdem erwartet Sie in unserem Newsletter ein Hinweis auf eine aktuelle Rechtsprechung zu den Rechten von Müttern beim Elterngeld sowie weitere interessante Neuigkeiten aus unserem Themenbereich.

Der Newsletter richtet sich sowohl an Unternehmen und deren Personalverantwortliche als auch an (werdende) Eltern und thematisch interessierte Menschen.

Die Servicestelle berät Sie gern zu allen Fragen rund um Mutterschutz, Elternzeit und Wiedereinstieg in den Beruf. Sie erreichen uns auch telefonisch unter der folgenden Nummer 0331-70445720.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre des Newsletters!

Dr. Peter Eulenhöfer

Bereichsleiter Arbeit, Energie, Gründung & Internationalisierung


Der Newsletter kann gerne an Interessierte weitergereicht und hier abonniert werden. Wenn Sie Probleme mit der Darstellung des Newsletters haben, klicken Sie bitte hier.



Wissenswertes für Unternehmen


Ein familienfreundliches Unternehmen aus Brandenburg: „Schönfuss Sonnenschutztechnik GmbH“

Schönfuss Sonnenschutztechnik GmbH

Wir präsentieren ein familienfreundliches Unternehmen im Land Brandenburg/Havel die Schönfuss Sonnenschutztechnik GmbH aus der kreisfreien Stadt Brandenburg an der Havel.

Die Schönfuss Sonnenschutztechnik GmbH wurde im Jahr 1990 von dem späteren Geschäftsführer Egon Schönfuss und seiner Frau Sabine Schönfuss als Familienunternehmen gegründet. Seit 2007 ist Tochter Sahra nach ihrer kaufmännischen Ausbildung und dem Betriebswirtschaftsstudium im Unternehmen tätig. Frau Schönfuss setzt sich ehrenamtlich bei den Wirtschaftsjunioren Brandenburg und in der Vollversammlung der IHK Potsdam ein.

Mit dem Unternehmensmotto „Familiärer Zusammenhalt ist wichtig“ gehört die Schönfuss Sonnenschutztechnik GmbH zu den familienfreundlichsten Unternehmen im Land Brandenburg.
Die Geschäftsführung legt Wert auf eine familienbewusste Unternehmenskultur. So bekommen beispielsweise alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kindern den vollen Beitrag der Kinderbetreuungskosten als Zuschuss gezahlt.
Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion von hochwertigen Sonnenschutzanlagen


Weitere Informationen zu den familienfreundlichen Maßnahmen der „Schönfuss Sonnenschutztechnik GmbH“ finden Sie hier.


"Schönfuss Sonnenschutztechnik GmbH"

Fotos: Schönfuss Sonnenschutztechnik GmbH
© Schönfuss Sonnenschutztechnik GmbH


Gleitzeit erleichtert Müttern den beruflichen Wiedereinstieg

Grafik zur Studie: Gleitzeit hilft Müttern beim Wiedereinstieg in den Beruf

Was können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber tun, damit Müttern nach der Elternzeit der Schritt zurück ins Arbeitsleben gelingt? Mit dieser Frage hat sich eine neue Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung beschäftigt.

Flexible Arbeitszeitmodelle steigern die Wahrscheinlichkeit eines Wiedereinstiegs: Frauen fassen nach der Elternzeit beruflich wieder eher Fuß, wenn sie Spielräume bei Anfang und Ende ihres Arbeitstags haben, erklärt die Arbeitszeit-Expertin der Stiftung, Yvonne Lott. Bei flexiblen Arbeitszeiten steige die Wahrscheinlichkeit für den Wiedereinstieg um etwa 60 Prozent. Allerdings sinke zeitgleich die durchschnittliche Wochenarbeitszeit: Von Frauen in Paarbeziehungen mit Kindern unter drei Jahren arbeiten laut Lott knapp ein Viertel in Teilzeit, die Hälfte sei überhaupt nicht erwerbstätig.

Einen positiven Effekt auf die Arbeitsmarktchancen hat der Untersuchung der Stiftung zufolge Wochenendarbeit von Müttern. Denn Frauen mit Kindern fällt der berufliche Wiedereinstieg offenbar leichter, wenn sie ihre Arbeitswoche ausdehnen können. Negativ wirkt es sich aus, wenn die Partner von Müttern nachts arbeiten müssen. Der Politik empfiehlt Lott, Nachtarbeit so weit wie möglich gesetzlich zu begrenzen. Zudem bräuchten Mütter mehr Unterstützung dabei, Erwerbsarbeit und Familie unter der Woche in Einklang zu bringen. Mehr Gleitzeit könnte dabei helfen.


Wissenswertes für Eltern und Familien


Mehr Qualität, weniger Gebühren: "Gute-Kita-Gesetz"

Die Bundesregierung hat im September das "Gute-Kita-Gesetz" beschlossen. Demnach sollen die Länder rund 5,5 Milliarden Euro bis 2022 für eine bessere Kinderbetreuung bekommen.

Ziel des Gesetzes ist es, Kita-Gebühren zu senken, den Betreuungsschlüssel zu verbessern und bedarfsgerechte Öffnungszeiten zu ermöglichen. So möchte die Regierung eine bundesweit verpflichtende soziale Staffelung der Elternbeiträge einführen. Wie heute bereits Hartz-IV-Empfänger, sollen auch Bezieherinnen und Bezieher von Wohngeld und Kinderzuschlag von den Kitagebühren befreit werden.

Durch das "Gute-Kita-Gesetz" soll jedes Bundesland individuell bei der Weiterentwicklung der Qualität der Kinderbetreuung unterstützt werden. Vor Ort dürfen Fachleute entscheiden, welches Instrument die Kita-Qualität am wirkungsvollsten verbessere. Dafür möchte Bundesfamilienministerin Giffey mit den Ländern einzelne Verträge schließen. Eine Verpflichtung für die Länder, neue Maßnahmen mitzufinanzieren, ist nicht vorgesehen.

Das Parlament muss dem Gesetz noch zustimmen und es soll Anfang 2019 in Kraft treten.


Digitales Portal für Familienleistungen

Das Familienportal ist online
© BMFSFJ
Familienportal: Digitale Informationen rund um die Familie

Mit dem neuen, zentralen Familienportal informiert das Bundesfamilienministerium digital über sämtliche staatliche Familienleistungen, Antragsverfahren und gesetzliche Regelungen.

Dabei orientiert sich das Angebot an den unterschiedlichen Lebenslagen von Familien, zum Beispiel "Kinder und Jugendliche" oder "Familie und Beruf". So finden Nutzerinnen und Nutzer mit nur wenigen Klicks gebündelt zahlreiche Informationen von Mutterschutz über Kindergeld bis Elternzeit.

Neben diesem Überblick über Angebote für Familien zeigt die "Beratung-vor-Ort-Suche", wo Nutzerinnen und Nutzer Leistungen beantragen können sowie Beratungsangebote in der Nähe zu finden sind.

Auch Online-Services wie der Kinderzuschlagscheck oder der Elterngeldrechner können Sie ab sofort auf den Seiten des Familienportals abrufen. Der Elterngeldrechner bietet neue Funktionen, wie die Berücksichtigung von Minijobs. Auch das Infotool Familienleistungen hat das Bundesfamilienministerium in das Familienportal integriert.


Kindergeld jetzt online beantragen

Ab sofort können Eltern das Kindergeld nach der Geburt ihres Nachwuchses online beantragen – ganz ohne bürokratischen Aufwand. Mit dem neuen Online-Service geht es schneller, Eltern sparen Zeit und den Gang zur Behörde.

Zum Ausfüllen des Online-Antrags brauchen Kindergeldberechtigte in der Regel nur ihre steuerliche Identifikationsnummer (Steuer-ID) sowie die ihres Kindes. Diese finden Eltern zum Beispiel im Einkommensteuerbescheid oder auf der Lohnsteuerbescheinigung – die des Kindes wird nach der Geburt zugeschickt.

Angestellte im öffentlichen Dienst können das Kindergeld nicht online beantragen und wenden sich weiterhin an ihren Dienstherren beziehungsweise an den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin.


Alles was Recht ist


Urteil: Rechte von Müttern beim Elterngeld werden gestärkt

Die Berechnung des Elterngeldes erfolgt grundsätzlich nach dem Durchschnittseinkommen der letzten zwölf Monate vor dem Mutterschutz. Nach einem aktuellen Urteil des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen verschiebt sich dieser Zeitraum ausnahmsweise bei einem schwangerschaftsbedingten Einkommensverlust. Das Gericht will mit seiner Entscheidung das Recht von Müttern stärken und nicht, dass sich das besondere gesundheitliche Risiko der Schwangerschaft für Frauen nachteilig bei der Berechnung des Elterngeldes auswirkt.

Geklagt hatte eine Hotelfachfrau aus der Region Hannover gegen eine zu niedrige Berechnung ihres Elterngeldes. Die Frau war mit Zwillingen schwanger geworden und ihre Frauenärztin sprach ihr wegen der Risikoschwangerschaft ein Beschäftigungsverbot aus. Vor Beginn der Schwangerschaft wurde das Arbeitsverhältnis betriebsbedingt beendet. Ein neues Stellenangebot konnte sie wegen des Beschäftigungsverbots nicht annehmen. Während der Schwangerschaft war sie somit ohne Einkommen aus Erwerbstätigkeit, sondern bezog Krankengeld. Beim Elterngeld rechnete die zuständige Kommune auch das Nulleinkommen in der Zeit zwischen Jobverlust und Geburt ein. Das rechnerische Durchschnittsbruttoeinkommen der Frau war dadurch um etwa 1000 Euro niedriger.

Dies bewertete das Gericht als eine Fehlentscheidung: Bei der Bemessung des Elterngeldes komme es maßgeblich auf den Zusammenhang zwischen einer schwangerschaftsbedingten Erkrankung und einer Minderung des Erwerbseinkommens an, erklärte das Gericht. Nach seiner Auffassung hätte die Klägerin ohne die Risikoschwangerschaft wahrscheinlich eine neue Anstellung gefunden. Sie habe sich als erfahrene Mitarbeiterin in einem Gewerbe mit großem Fachkräftebedarf intensiv um eine Stelle bemüht. 

Eine Revision wurde vom Landessozialgericht nicht zugelassen.

Das gesamte Urteil L 2 EG 8/18 können Sie sich hier herunterladen.


Weitere Informationen


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