-
Ausgabe vom 07.12.2017

Liebe Leserinnen und Leser,

Foto: Peter Effenberger
© Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB)
Peter Effenberger, Bereichsleiter WFBB Arbeit

das Team der Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit informiert in dieser neuen Ausgabe des Newsletters über viele neue Untersuchungen und Fakten rund um die Thematik der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Weiterhin präsentieren wir Ihnen in der vierten Ausgabe 2017 unseres Newsletters ein familienfreundliches Unternehmen aus Brandenburg. Das Praxisbeispiel Kreiskrankenhaus Prignitz gemeinnützige GmbH aus Perleberg im Landkreis Prignitz. Das Krankenhaus fördert zahlreiche Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Der Newsletter richtet sich sowohl an Unternehmen und deren Personalverantwortliche als auch an (werdende) Eltern und thematisch interessierte Menschen.

Das Team der Servicestelle berät Sie gern zu allen Fragen rund um Mutterschutz, Elternzeit und Wiedereinstieg in den Beruf. Sie erreichen uns auch telefonisch unter der folgenden Nummer 0331-70445720.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre des Newsletters!

Peter Effenberger

Bereichsleiter WFBB Arbeit


Der Newsletter kann gerne an Interessierte weitergereicht und hier abonniert werden. Wenn Sie Probleme mit der Darstellung des Newsletters haben, klicken Sie bitte hier.



Wissenswertes für Unternehmen


Ein familienfreundliches Unternehmen aus Brandenburg: „Kreiskrankenhaus Prignitz gemeinnützige GmbH“

" Kreiskrankenhaus Prignitz gemeinnützige GmbH"
" Kreiskrankenhaus Prignitz gemeinnützige GmbH"

Wir präsentieren ein familienfreundliches Unternehmen in Brandenburg „Kreiskrankenhaus Prignitz gemeinnützige GmbH“ aus Perleberg im Landkreis Prignitz.

Die Kreiskrankenhaus Prignitz gemeinnützige GmbH ist ein Dienstleistungsanbieter im Gesundheitswesen am Standort Perleberg, der nach einer vierjährigen Planungs- und Bauzeit im Jahr 2003 in Betrieb gegangen ist. Die Aufgaben des modernen Krankenhauses liegen darin, die medizinische Versorgung der regionalen Bevölkerung sicherzustellen. Die Diagnostik, Therapie und Pflege ist darauf abgestimmt, eine größtmögliche und gleichzeitig qualitativ gesicherte Behandlung des Patienten zu gewährleisten. Das Unternehmen trägt nicht nur eine Verantwortung gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern vor allem auch als Dienstleistungsanbieter im Gesundheitswesen mit einer ärztlichen und pflegerischen Funktion der Grund- und Regelversorgung für die ganze Region. Als Zentrum medizinischer Versorgung der Prignitz werden ein optimales Leistungsspektrum ärztlicher Versorgung und eine Vielzahl von Spezialbehandlungen in Form einer wohnortnahen Behandlung und Betreuung der Bevölkerung gewährleistet.

Mit dem Unternehmensmotto „Unternehmen Gesundheit“ gehört die Kreiskrankenhaus Prignitz gemeinnützige GmbH zu den familienfreundlichsten Unternehmen im Land Brandenburg.

Weitere Informationen zu den familienfreundlichen Maßnahmen der "Kreiskrankenhaus Prignitz gemeinnützige GmbH“ finden Sie hier.

Fotos: Kreiskrankenhaus Prignitz gemeinnützige GmbH
© Kreiskrankenhaus Prignitz gemeinnützige GmbH


Ausgezeichnete familienfreundliche Unternehmen in Brandenburg an der Havel

Zum ersten Mal hat die Stadt Brandenburg an der Havel regionale Unternehmen aufgerufen, sich am Wettbewerb „Familienfreundliches Unternehmen in Brandenburg an der Havel 2017“ zu beteiligen.

Am 22. November 2017 wurden die vier Sieger in einem festlichen Rahmen geehrt. Die Gewinner sind:

  • Firma Schönfuss Sonnentechnik GmbH
  • Percurana Pflegedienst
  • Senioren- und Pflegezentrum Brandenburg GmbH
  • Spedition und Autotransporte Peter Pfaffe

Die Sieger hat eine siebenköpfige Jury aus 19 Bewerbungen ausgewählt – zu vergeben waren Preise in den Kategorien bis 20 Beschäftigte, bis 200 Beschäftigte über 200 Beschäftigte; dazu ein Sonderpreis.

Initiator und Organisator des Wettbewerbes war das Lokale Bündnis für Familie.

Die Presseinformationen zum Wettbewerb finden Sie hier.

Preisträger, Laudatoren, Bürgermeister, SVV-Vorsitzender und Vertreter vom Lokalen Bündnis für Familie im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses in Brandenburg an der Havel
Preisverleihung Familienfreundliche Unternehmen Brandenburg an der Havel 2017

Landkreis Dahme-Spreewald kürt engagierte Unternehmen

Im Landkreis Dahme-Spreewald ehrten Landrat Stephan Loge und Gerhard Janßen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH, sechs Unternehmen, die sich für die heimische Wirtschaft engagieren. Der Preis „Bester Arbeitgeber im Landkreis Dahme-Spreewald  2017“ wurde in Abhängigkeit von der Mitarbeiterzahl vergeben an:

  • Kategorie 1 bis 10 Beschäftigte: Reifen Tauchmann GmbH
  • Kategorie 10 bis 50 Beschäftigte: Bäckerei und Konditorei Klinkmüller
  • Kategorie 51 bis 100 Beschäftigte: se.services GmbH
  • Kategorie 101 bis 500 Beschäftigte: K & S Seniorenresidenz Lübben
  • Kategorie 101 bis 500 Beschäftigte: Untergrundspeicher- und Geotechnologie-Systeme GmbH
  • Kategorie >500 Beschäftigte: Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Eine fachkundige Jury hatte die Bewerber besucht und unter anderem nach den Kriterien Personalstrategie, Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege, Unternehmenskultur sowie Arbeitsorganisation unter die Lupe genommen. Die Preisträger setzten sich unter insgesamt 39 Bewerbern durch.

Der Landkreis Dahme-Spreewald lobte den Wettbewerb 2017 zum ersten Mal aus. Der Wettbewerb folgt damit auf den zuvor zweimal durchgeführten Wettbewerb „Familienfreundliches Unternehmen im LDS“.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.


Umfragen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Unternehmen tun insgesamt zu wenig für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dies ist eines der Ergebnisse der Studie „Junge Familien 2017“. Im Vergleich zur Vorgängerstudie vor zwei Jahren bieten Firmen aktuell weniger Teilzeitregelungen und variable Arbeitszeiten: Offen für Teilzeitarbeit ist momentan jeder dritte Betrieb – 2015 waren es noch 41 Prozent. Variable Arbeitszeiten sprachen vor zwei Jahren fast 50 Prozent der befragten Unternehmen seinen Angestellten zu, heute sind es noch 42 Prozent.

Die repräsentative Studie wurde im Auftrag eines Zusammenschlusses von Betriebskrankenkassen großer Konzerne, der pronova BKK, durchgeführt. Befragt wurden 1.000 Bundesbürger mit mindestens einem Kind unter zehn Jahren.

"Familie, Freunde und die Arbeit unter einen Hut zu bekommen", so definiert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in einer aktuellen Studie "gute Arbeit". Eines der zentralen Ergebnisse des "DGB-Indexes Gute Arbeit": 41 Prozent der Beschäftigten seien nach Feierabend sehr häufig oder oft zu erschöpft, um sich noch privater oder familiärer Angelegenheiten anzunehmen. Mit 47 Prozent betrifft dies häufiger Frauen als Männer (37 Prozent).

Für die repräsentative Umfrage hat der DGB 4811 abhängig Beschäftigte gefragt, wie sie ihre Arbeitsbedingungen einschätzen. Weitere Ergebnisse des Reportes können Sie hier nachlesen.


Wissenswertes für Eltern und Familien


Kinderlosigkeit vorerst gestoppt

Die über Jahrzehnte angestiegene Kinderlosenquote in Deutschland scheint vorläufig gestoppt, berichtet das Statistische Bundesamt. Während sie sich in den Vorjahren von 11 Prozent bei den 1937 geborenen Frauen bis auf 21 Prozent beim Jahrgang 1967 nahezu verdoppelte, stabilisiert sich die Kinderlosigkeit bei den Frauen der späten 1960er und frühen 1970er Jahrgänge.

Diese Entwicklung ist nicht nur eine Folge der Zuwanderung, sie bestätigt sich auch bei den in Deutschland geborenen Frauen. Bei den akademisch gebildeten Frauen hat die Kinderlosigkeit laut den Statistikern abgenommen.“ Unter den Akademikerinnen zwischen 40 und bis 44 Jahren lag 2016 der Anteil der Kinderlosen mit 25 Prozent um drei Prozentpunkte geringer als 2012 (28 %).

Zu dieser Entwicklung habe nicht zuletzt die Verbesserung der Bedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vor allem durch den Ausbau der Kinderbetreuung beigetragen.

Rund um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie speziell zu Elternzeit, Mutterschutz und Rückkehr an den Arbeitsplatz nach der Elternzeit berät Sie die Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit unter: 0331-7044 5720.

Nähere Informationen zur Kinderlosenquote können Sie beim Statistischen Bundesamt nachlesen.


Familien in Deutschland: Familienreport des Bundesfamilienministeriums

Der Familienreport 2017 informiert anhand von Zahlen und Daten über Familienformen und stellt Leistungen, Wirkungen und Trends rund um Familie und Familienpolitik in Deutschland dar.

So wollen Mütter und Väter heute Beruf und Familie sich partnerschaftlich aufteilen. Die steigende Zahl der Väter, die für den Nachwuchs zu Hause bleiben sowie die steigende Müttererwerbstätigkeit sind zentrale Indikatoren für diesen Trend.

Eine Möglichkeit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Beschäftigten zu unterstützen, liegt im Trend der Digitalisierung der Arbeitswelt. 90 Prozent der Beschäftigten, die zumindest zeitweise im Homeoffice arbeiten, sagen, dass dies die Vereinbarkeit erleichtere.

Laut des Familienreports geht es den meisten Familien im Bundesgebiet wirtschaftlich gut, allerdings profitieren nicht alle gleichermaßen von der derzeit positiven Entwicklung des Wohlstands. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen von Familien ist zwischen 2004 und 2014 um knapp 23 Prozent gestiegen. Jedoch liegt das Armutsrisiko von Kindern – je nach Datenquelle – zwischen 14,6 und 21,1 Prozent.

Statista Infografik: Wann Mütter wieder arbeiten wollen

Alles was Recht ist


Urteil zu Elterngeld bei Zwillingen mit unterschiedlichem Geburtsdatum

Eltern von Zwillingen, welche mit einem Abstand von über einem Tag geboren werden (sog. zweizeitige Geburt) steht nur ein einmaliger Anspruch auf Elterngeld zu. Dies entschied das Sozialgericht Stuttgart und begründete dies mit der Tatsache, dass der Geburt von mehr als einem Kind durch den Mehrlingszuschlag Rechnung getragen werde.

Im entschiedenen Fall kam das erste Kind am 6. Juni 2016 zur Welt; der weitere Zwilling verblieb noch über einen Monat im Mutterleib und kam am 9. Juli 2016 zur Welt. Die Eltern beantragten jeweils für jedes Kind gesondert Elterngeld und begründeten ihren Antrag damit, dass es sich nicht um eine Mehrlingsgeburt gehandelt habe – hingegen hat die zuständige Behörde nur einmal Elterngeld mit Mehrlingszuschlag gewährt.

Die Richter gaben der Familienkasse recht und erklärten, es handele sich zweifellos um eine Zwillingsschwangerschaft: Die durch den medizinischen Fortschritt existierende Möglichkeit, dass ein Kind zur Welt komme und das andere noch im Mutterleib verbleibe, führe nicht zu einem doppelten Elterngeldanspruch.

Weitere Informationen zu diesem Urteil können Sie dem Auszug der aktuellen Rechtsprechung des Sozialgerichts Stuttgart vom 16. August 2017 entnehmen. Bitte suchen Sie hier nach dem Aktenzeichen: S 9 EG 5820/16.


Impressum

Newsletter Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit

Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB)
Babelsberger Straße 21 - 14473 Potsdam

V.i.S.d.P. Alexander Gallrein, Leiter Marketing/Kommunikation

Tel. 0331/73061111

alexander.gallrein@wfbb.de



Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernimmt die Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Klicken Sie hier, wenn Sie Ihr Newsletter-Abonnement ändern oder abbestellen möchten.

 

-