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Ausgabe vom 13.09.2017

Liebe Leserinnen und Leser,

Foto: Peter Effenberger
© Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB)
Peter Effenberger, Bereichsleiter WFBB Arbeit

das Team der Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit will Sie in dieser neuen Ausgabe des Newsletters mit interessanten Themen und Änderungen zur Vereinbarkeitsthematik sowie über aktuelle Ereignisse auf dem Laufenden halten.

Darüber hinaus präsentieren wir Ihnen in der dritten Ausgabe 2017 unseres Newsletters ein familienfreundliches Unternehmen aus Brandenburg. Das Praxisbeispiel Tropical Islands Group aus Krausnick-Groß Wasserburg im Landkreis Dahme Spreewald. Der Freizeitpark mit vielfältigen Aktivitäten und Übernachtungsangeboten der Tourismusbranche fördert Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Der Newsletter richtet sich sowohl an Unternehmen und deren Personalverantwortliche als auch an (werdende) Eltern und thematisch interessierte Menschen.

Das Team der Servicestelle berät Sie gern zu allen Fragen rund um Mutterschutz, Elternzeit und Wiedereinstieg in den Beruf. Sie erreichen uns auch telefonisch unter der folgenden Nummer 0331-70445720.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre des Newsletters!

Peter Effenberger

Bereichsleiter WFBB Arbeit


Der Newsletter kann gerne an Interessierte weitergereicht und hier abonniert werden. Wenn Sie Probleme mit der Darstellung des Newsletters haben, klicken Sie bitte hier.



Wissenswertes für Unternehmen


Ein familienfreundliches Unternehmen aus Brandenburg: „Tropical Islands Group“

"Tropical Islands Group"
"Tropical Islands Group"

Wir präsentieren ein familienfreundliches Unternehmen in Brandenburg „Tropical Islands Group" aus Krausnick-Groß Wasserburg im Landkreis Dahme Spreewald.

Die Tropical Islands Group ist ein tropischer Freizeitpark mit vielfältigen Übernachtungsangeboten der Tourismusbranche. Europas größter Vergnügungspark mit dem größten Indoor-Regenwald der Welt lädt zu exotischen Spaziergängen ein, die Südsee und die Lagune garantieren tropischen Badespaß für Groß und Klein. Seit der Gründung im Jahr 2004 steht das Thema Indoor-Urlaubsspaß und Fitness vor tropischem Hintergrund mittlerweile 6.000 Besuchern aller Altersklassen täglich rund um die Uhr zur Verfügung.

Das Unternehmen zählt mit seinen ungefähr 600 Beschäftigten zu den größten Arbeitsstätten des Landkreises. Hinsichtlich dieser Größendimension von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern engagiert sich das Unternehmen für die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und setzt aktiv viele Vereinbarkeitsmaßnahmen erfolgreich um.

Mit dem Unternehmensmotto „Respekt, Vertrauen, Transparenz und gegenseitige Wertschätzung sind die Grundlagen unserer Zusammenarbeit" gehört die Tropical Islands Group zu den familienfreundlichsten Unternehmen im Land Brandenburg.

Weitere Informationen zu den familienfreundlichen Maßnahmen der "Tropical Islands Group“ finden Sie hier.

Foto: Tropical Islands Group
© Tropical Islands Group


Familienfreundliche Unternehmen in Brandenburg an der Havel

Unternehmen in der Stadt Brandenburg an der Havel sind in diesem Jahr zum ersten Mal aufgerufen, sich am Wettbewerb „Familienfreundliches Unternehmen in Brandenburg an der Havel 2017“ zu beteiligen.

Initiator und Organisator des Wettbewerbes ist das Lokale Bündnis für Familie. Die Schirmherrschaft übernimmt Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann.

Die Unternehmen hatten bis Ende Juli dieses Jahres die Möglichkeit, sich zu bewerben. Die Sieger des Wettbewerbes werden bei einer festlichen Veranstaltung Ende des Jahres gekürt.

Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.


Wissenswertes für Eltern und Familien


Verbesserung beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende

Alleinerziehende, die keinen oder nicht regelmäßig Unterhalt von dem anderen Elternteil erhalten, können Unterhaltsvorschuss beantragen. Zum 1. Juli 2017 wurde der Unterhaltsvorschuss ausgeweitet. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht bis zum vollendeten 18. Lebensjahr ein Anspruch.

Anspruch auf Unterhaltsvorschuss haben Kinder, die bei einem alleinerziehenden Elternteil leben und keinen oder keinen regelmäßigen Unterhalt von dem anderen Elternteil erhalten. Hierbei gibt es keine Einkommensgrenze für den alleinerziehenden Elternteil. Ein gerichtliches Unterhaltsurteil gegen den anderen Elternteil ist nicht erforderlich. Ist der andere Elternteil ganz oder teilweise leistungsfähig, wird er vom Staat in Höhe des gezahlten Unterhaltsvorschusses in Anspruch genommen.

Seit dem 1. Juli 2017 gilt:

  • Bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres (12. Geburtstag) können Kinder ohne zeitliche Einschränkung Unterhaltsvorschuss erhalten. Die bisher gültige Höchstbezugsdauer von 72 Monaten entfällt.
  • Kinder im Alter von zwölf Jahren bis zum vollendeten 18. Lebensjahr können ebenfalls Unterhaltsvorschuss erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass sie nicht auf Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind oder dass der alleinerziehende Elternteil im SGB II-Bezug mindestens 600 Euro brutto verdient.

Höhe des Unterhaltsvorschusses:

Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich nach dem Alter der Kinder und beträgt seit dem 1. Juli 2017 monatlich:

  • für Kinder von 0 bis 5 Jahren 150 Euro,
  • für Kinder von 6 bis 11 Jahren 201 Euro,
  • für Kinder von 12 bis 17 Jahren 268 Euro.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.


Wo die meisten Väter Elterngeld beziehen

Rund 22 Prozent der Väter in Deutschland haben im Jahr 2016 Elterngeld bezogen. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Statistischen Bundesamts hervor. Im Vergleich zu den Müttern (77,8 Prozent), ist das zwar noch ein geringer Anteil, doch der Anteil der Väter, die ihre Kinder betreuen, nimmt zu. 

Der höchste Väteranteil mit Elterngeldbezug im Jahr 2016 liegt in Sachsen (26,5 Prozent). Auch in Baden Württemberg (25,2 Prozent) und Berlin (24,8 Prozent) entscheiden sich viele Väter für die Familie zuhause zu bleiben. Brandenburg liegt im bundesweiten Vergleich mit einer Väterbeteiligung von 22,8 Prozent auf dem siebten Rang. Am geringsten war mit 17 Prozent der Anteil in Saarland.

"Infografik Statista"

Digitales Familienministerium: "Informationstool Familienleistungen" unterstützt Eltern

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat am 4. August 2017 das „Informationstool Familienleistungen“ freigeschaltet. Mithilfe dieses neuartigen digitalen Angebotes können (werdende) Eltern und Familien durch die Eingabe von nur wenigen Angaben herausfinden, welche Familienleistungen und ggf. weitere Unterstützungsangebote für sie in Frage kommen sowie wo und unter welchen Voraussetzungen diese beantragt werden können. Das spart eine Menge Zeit und unterstützt insbesondere diejenigen, die bis dahin noch keinen Überblick über das Angebot der familienpolitischen Leistungen hatten.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.bmfsfj.de.


Alles was Recht ist


Mutterschaftsgeldbezug kann Elterngeldanspruch verkürzen

Geht eine Mutter eines Neugeborenen direkt nach der Mutterschutzzeit wieder arbeiten, kann der die Kinderbetreuung übernehmende Vater in der Regel nicht bis zum 14. Lebensmonat des Kindes Elterngeld beanspruchen. Denn jeder Monat, in dem Mutterschaftsgeld gezahlt wurde, ist für den Elterngeldanspruch „verbraucht“, entschied das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel in einem am 30.06.2017 bekanntgegebenen Urteil vom Vortag: AZ B 10 EG 6/16 R.

Nach dem Elterngeldgesetz kann ein Elternteil bis zu zwölf Monate Elterngeld erhalten. Geht der andere Elternteil ebenfalls in Elternzeit, kann sich die Anspruchsdauer bis zum 14. Lebensmonat des Kindes verlängern. Für Mütter gilt zudem der gesetzliche Mutterschutz. Dieser gilt sechs Wochen vor der errechneten Geburt des Kindes und bis zu acht Wochen danach. Die acht Wochen können zwar innerhalb von zwei Kalendermonaten liegen, meist sind es aber drei. Gesetzlich Krankenversicherte haben in dieser Zeit Anspruch auf Mutterschaftsgeld, das vom Arbeitgeber aufgestockt wird.

Zu dem Terminbericht des BSG gelangen Sie unter: Terminbericht 27/17. Es handelt sich um das 2. dort aufgeführte Verfahren.


Sozialabgabenabzug bei geringfügiger selbständiger Tätigkeit bei der Bemessung des Elterngeldes vom BSG bestätigt

Im Verfahren B 10 EG 4/16 R war vor dem Bundessozialgericht (BSG) streitig, ob bei der Bemessung des Elterngeldes von Einkünften aus geringfügiger selbständiger Tätigkeiten fiktiv Sozialabgaben abzuziehen sind. Durch diesen Abzug wird das Elterngeld niedriger.

Das Bundessozialgericht hat über das Verfahren am 29.06.2017 entschieden. Aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung seien von geringfügigen selbständigen Tätigkeiten fiktiv Sozialabgaben abzuziehen. Dass es sich um geringfügige selbständige Tätigkeiten handele, lege für die Verwaltung nicht so auf der Hand, wie es bei geringfügigen abhängigen Beschäftigungen der Fall sei. Nach § 2 f BEEG sind geringfügige abhängige Beschäftigungen vom Sozialabgabenabzug ausgenommen.

Das Urteil ist noch nicht veröffentlicht. Zu dem Terminbericht des BSG gelangen Sie unter: Terminbericht 27/17. Es handelt sich um das 3. dort aufgeführte Verfahren.


Weitere Informationen


7. Potsdamer Weiterbildungstag: Großer Aktionstag mit Ausstellung

Am 21. September 2017 dreht sich im Stern-Center Potsdam wieder alles rund um die Weiterbildung: Unter dem Motto „Weiterbildung für alle“ lädt der 7. Potsdamer Weiterbildungstag alle Menschen aus Potsdam und Umgebung dazu ein, sich über das Thema Weiterbildung zu informieren und sich fit zu machen für die berufliche Zukunft. Mehr als 20 Bildungsanbieter präsentieren zwischen 10:00 Uhr und 20:00 Uhr die große Vielfalt der beruflichen, politischen, kulturellen und allgemeinen Weiterbildungsangebote in der Region. Die Besucherinnen und Besucher erhalten neue Ideen und konkrete Unterstützung, sowohl für das Auffrischen des eigenen Wissens als auch für den beruflichen Auf-, Um- oder Wiedereinstieg. In individuellen Gesprächen mit den Bildungsanbietern erfahren die Besucherinnen und Besucher beispielsweise, welche Berufe und Qualifikationen am Arbeitsmarkt in der Region momentan und zukünftig gefragt sind oder wie der Wiedereinstieg nach der Eltern- oder Pflegezeit am besten gelingt. Außerdem werden Unterstützungsmöglichkeiten für Zugewanderte, Ältere und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder geringen Qualifikationen vorgestellt.

Der Regionale Weiterbildungsbeirat der Landeshauptstadt Potsdam und das Team Weiterbildung Brandenburg der WFBB veranstalten den Potsdamer Weiterbildungstag bereits zum siebenten Mal in Folge. Das Team Weiterbildung Brandenburg der WFBB und der Potsdamer Weiterbildungstag werden durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert.

Der Eintritt und die Beratung sind kostenfrei. Das Programm und weitere Informationen finden Sie unter: http://www.wdb-brandenburg.de/go/weiterbildungstag.


Impressum

Newsletter Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit

Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB)
Babelsberger Straße 21 - 14473 Potsdam

V.i.S.d.P. Alexander Gallrein, Leiter Marketing/Kommunikation

Tel. 0331/73061111

alexander.gallrein@wfbb.de



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