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Ausgabe vom 27.10.2014


Liebe Leserinnen und Leser,

mit diesem Newsletter informiert das Team der Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit Sie in bewährter Weise zu den Themen Mutterschutz, Elternzeit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie familienbewusste Unternehmensführung. Zudem finden Sie ein aktuelles Gerichtsurteil in dieser Ausgabe.

Der Newsletter richtet sich an Unternehmen und berufstätige (werdende) Eltern gleichermaßen sowie sonstigen Interessenten. Und, wenn Sie möchten, kann dieser gerne weitergereicht und hier abonniert werden.

Mit unserem Newsletter wünsche ich Ihnen eine interessante Lektüre!

Freundliche Grüße aus Potsdam sendet Ihnen 
Simone Olbrich, Projektleiterin Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit


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+++ Veranstaltungshinweise +++ Veranstaltungshinweise +++ Veranstaltungs


ESF-Jahrestagung und INNOPUNKT-Abschlussveranstaltung

"ESF-Jahrestagung 2014" am 6. November 2014 

Die ESF-Jahrestagung 2014 ist die Brandenburger Auftaktveranstaltung über den Einsatz der Mittel des Europäischen Sozialfonds in der neuen EU-Förderperiode 2014-2020. Dort werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer u.a. über die beabsichtigen neuen Förderprogramme und die neuen ESF-Dienstleister Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) und ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) informiert.

Die ESF-Jahrestagung 2014 findet in der Schinkelhalle am Standort Schiffbauergasse in Potsdam statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
 

Abschlussveranstaltung der INNOPUNKT-Initiative "Gesund arbeiten in Brandenburg - Betriebliche Gesundheitspolitik stärken" am 24. November 2014 

Auf der Fachtagung wird das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg (MASF) die Evaluationsergebnisse der INNOPUNKT-Modellprojekte sowie des Sozialpartnerprojektes präsentieren. Die praktischen Ansätze der Projekte werden in themenspezifischen Workshops aufgezeigt. 

Die INNOPUNKT-Abschlussveranstaltung findet im Inselhotel Potsdam-Hermannswerder statt. Eine Anmeldung ist bis zum 17. November 2014 auf der Webseite der LASA Brandenburg GmbH möglich.


Wissenswertes für Unternehmen


IHK-Unternehmensbarometer: Betriebe übernehmen staatliche Aufgaben bei Kinderbetreuung

Ein Jahr nach Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren ist der Bedarf noch nicht gedeckt. Nach der Umfrage "IHK-Unternehmensbarometer 'Am Ball bleiben – Kinderbetreuung flexibilisieren und ausbauen'" hätten die Anstrengungen der Politik zwar zu einer leichten Entspannung beigetragen, bis zu einem bedarfsgerechten Betreuungsangebot läge vor den Familienpolitikern allerdings noch ein gutes Stück Arbeit, so DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.

Laut der IHK-Umfrage unter 1.625 Betrieben schränkt das unzureichende Betreuungsangebot in fast sechs von zehn Unternehmen die Beschäftigten und somit zugleich betriebliche Abläufe ein. "Das größte Problem sind die Betreuungszeiten", sagt Wansleben. "Sie sind nach wie vor zu unflexibel und berücksichtigen zu wenig die Bedürfnisse berufstätiger Eltern." Zudem fehle es an genügend Ganztagsangeboten, weswegen in mehr als zwei Drittel der Betriebe Angestellte ihre Arbeitszeiten reduzieren müssten.
In der Konsequenz leisten die Unternehmen Selbsthilfe. 90 Prozent der Befragten setzten auf flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten; oft dürften Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Bedarf auch mal von zu Hause aus arbeiten oder die Kinder mit an den Arbeitsplatz bringen. Außerdem organisierten Betriebe Notfallbetreuung, richteten Eltern-Kind-Büros ein oder sorgten für ein Ferienangebot, so Wansleben. In der Summe helfen zwei von drei Unternehmen ihren Beschäftigten bei der Kinderbetreuung, das seien doppelt so viele wie vor zwei Jahren.


Vereinbarkeitsumfrage: Unternehmen bieten Vätern zunehmend familienbewusste Angebote

In seiner 8. Blitzumfrage hat das Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“ die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Väter unter die Lupe genommen. Zentrales Ergebnis: familienbewusste Angebote für Väter in Unternehmen werden immer wichtiger. Die gängigsten Instrumente der rund 770 befragten Unternehmen sind vollzeitnahe Teilzeitmodelle und mobiles Arbeiten sowie Teilzeitmodelle für Führungskräfte. Die Teilzeitangebote sowie das mobile Arbeiten werden von den Vätern auch gerne angenommen - Teilzeitmodelle für Väter in Führungspositionen werden jedoch nicht so stark nachgefragt.


Wissenswertes für Eltern und Familie


Ländermonitor: Zu wenig Erzieherinnen in Kitas

Viele Kindertageseinrichtungen in Deutschland haben nicht genügend Erzieherinnen. Das ist das Ergebnis des diesjährigen "Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme" der Bertelsmann Stiftung. Das empfohlene Verhältnis zwischen Erzieher und zu betreuenden Kindern (Betreuungsschlüssel) – die Bertelsmann Stiftung sprich bei unter Dreijährigen von einer Quote von 1:3 – weiche teilweise erheblich voneinander ab. Zudem variiert das kindgerechte und pädagogisch sinnvolle Betreuungsverhältnis von Bundesland zu Bundesland: Laut Ländermonitor ist in Bremen und Baden-Württemberg durchschnittlich eine Betreuungsperson in den Krippen für drei Kinder zuständig, in Sachsen-Anhalt hingegen für mehr als sechs Kinder. Um den Betreuungsschlüssel bundesweit den Empfehlungen der Bertelsmann Stiftung anzupassen, seien 120.000 zusätzliche Erzieherinnen erforderlich. Mangels Personal bleibe gute Qualität bei der frühkindlichen Bildung oft auf der Strecke.


Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist zentraler Baustein familienpolitischer Ziele

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein wesentlicher Dreh- und Angelpunkt einer wirksamen Familienpolitik. Zu diesem Schluss kommt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in ihrem Endbericht über ehe- und familienbezogene Maßnahmen und Leistungen in Deutschland.
Bei der Gesamtevaluation untersuchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen in den vergangenen vier Jahren die Wirkung zentraler ehe- und familienbezogenen Leistungen auf vier familienpolitische Ziele:

  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
  • Förderung und Wohlergehen von Kindern,
  • Wirtschaftliche Stabilität von Familien und Nachteilsausgleich,
  • Erfüllung von Kinderwünschen.

Nach Meinung der Fachleute gehören die subventionierte Kinderbetreuung und das Elterngeld zu den Leistungen mit den besten Wirkungen. Dagegen würden das Ehegattensplitting und die beitragsfreie Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung das Einkommen von Familien nur kurzfristig steigern, da viele Mütter dadurch ihre Arbeitszeit reduzieren und dann langfristig Einkommensverluste erzielen.


Alles was Recht ist


Kündigung durch Insolvenzverwalter während der Elternzeit

Das Bundesarbeitsgericht trifft in einem Urteil (Az.: 6 AZR 301/12) vom 27. Februar 2014 eine Entscheidung zur Kündigung durch einen Insolvenzverwalter während der Elternzeit.


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