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Ausgabe vom 15.10.2015

Liebe Leserinnen und Leser,

Foto: Peter Effenberger
(© ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH)

voller Freude präsentieren wir Ihnen unsere neu aufgelegte Publikation und überarbeitete Arbeitnehmerbroschüre "Praxishilfe: Mutterschutz und Elternzeit - Beruf und Familie aktiv gestalten", die als Download oder druckfrisch im neuen Layout zur kostenfreien Bestellung bei der Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit zur Verfügung steht. Die überarbeitete Broschüre beinhaltet außerdem alle zum 01. Juli 2015 in Kraft getretenen Neuerungen des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG), welche gerade (werdende) Eltern und deren Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber vor viele Chancen, aber auch Herausforderungen stellt. Zudem bieten wir Ihnen interessante Themen zur Vereinbarkeitsthematik, berichten über die neue Studie zur "Zeitverwendung" und über ein "Großelternschafts"-Projekt, das generationenübergreifend auf ehrenamtlichem Engagement basiert.

Der Newsletter richtet sich sowohl an Unternehmen und deren Personalverantwortliche als auch an (werdende) Eltern und thematisch interessierte Menschen.

Das Team der Servicestelle berät Sie gern zu allen Fragen rund um Mutterschutz, Elternzeit und Wiedereinstieg in den Beruf. Sie erreichen uns auch telefonisch unter der folgenden Nummer 0331-70445720.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre des Newsletters!

Peter Effenberger

Bereichsleiter ZAB Arbeit


Der Newsletter kann gerne an Interessierte weitergereicht und hier abonniert werden. Wenn Sie Probleme mit der Darstellung des Newsletters haben, klicken Sie bitte hier.


++++ NEU: Broschüre für (werdende) Eltern wurde neu aufgelegt ++++



Wissenswertes für Unternehmen


Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften gemeinsam für eine NEUE Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, Iris Gleicke, parlamentarische Staatssekretärin
im Bundeswirtschaftsministerium und die Spitzen von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden stellen die Weichen für eine NEUE Vereinbarkeit.

Auf dem Vereinbarkeitskonvent „Familie und Arbeitswelt – die NEUE Vereinbarkeit“ haben Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer, ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer und die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack das gleichnamige Memorandum vorgestellt. Anlässlich dazu wurden die Leitsätze zur NEUEN Vereinbarkeit von
der Bundesfamilienministerin sowie von den Spitzenvertretern der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände unterzeichnet, womit auch das Engagement für eine neue Qualität der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bekräftigt wurde.

Mit dem Memorandum haben sich die Partner aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf zehn Leitsätze verständigt, die zeigen, wie sich die Partner den Herausforderungen der Zukunft stellen wollen. Dabei geht es um die Bereiche Kinderbetreuung, Arbeitszeiten und Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.

Das Memorandum wurde gemeinsam vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks im Rahmen des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ erarbeitet.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.bmfsfj.de.


Das neue Bundesprogramm KiTaPlus

Wie bereits in der letzten Newsletter-Ausgabe angekündigt, startet die geplante 24-Stunden
Kita des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend jetzt als neues Bundesprogramm KiTaPlus. Teilnehmende Kitas und Kindertagespflegestellen sollen darüber
ihre Öffnungszeiten flexibler gestalten und damit Familien in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch eine gute Betreuung für ihre Kinder unterstützen. Zielgruppen des Modellprogramms sind unter anderem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Schichtdienst arbeiten, Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer sowie Selbständige.

Das Bundesfamilienministerium stellt hierfür insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung. Um eine Förderung zu erhalten, müssen interessierte Kitas und Kindertagespflegestellen den lokalen Bedarf beschreiben sowie eine allgemeine Projektkonzeption für die erweiterten Öffnungszeiten vorlegen. Das Ziel dabei ist, zu allen Betreuungszeiten eine gute pädagogische Qualität zu gewährleisten.

Informationen sowie Formulare zum Interessensbekundungsverfahren finden Sie hier. Weiteres zu diesem Thema bietet das Bundesfamilienministerium unter folgendem Link: www.bmfsfj.de.


Mit neuen Betreuungsplätzen für Mitarbeiterkinder als Unternehmen punkten

Familienfreundliche Arbeitsbedingungen sind für Unternehmen ein wichtiger Faktor, um ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen. Mit dem Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend werden Arbeitgeber und die Träger von Kindertagesseinrichtungen in ihren Bemühungen, bedarfsgerechte Betreuungslösungen für unter dreijährige Kinder zu entwickeln, unterstützt. Gefördert werden neue betriebliche Plätze in Kindertageseinrichtungen in Form einer Anschubfinanzierung für maximal zwei Jahre mit einer Pauschale von bis zu 400 € pro Platz und Monat.

Die Servicestelle Betriebliche Kinderbetreuung beantwortet gern Ihre Fragen zur Antragstellung und berät Sie darüber hinaus zu den grundsätzlichen Aspekten der Betrieblichen Kinderbetreuung unter der folgenden Telefonnummer 0800-0000-945 oder auch per Email kinderbetreuung@erfolgsfaktor-familie.de.

Weiterführende Informationen und Dokumente stehen für Sie auf www.erfolgsfaktor-familie.de
zur Verfügung.


Wissenswertes für Eltern und Familie


Eltern wünschen sich mehr Zeit für die Familie – eine Studie zur „Zeitverwendung“

Der Wunsch der Eltern nach mehr Zeit für die Familie ist groß. 32 Prozent der Väter und 19 Prozent der Mütter bemängeln, nicht ausreichend Zeit für ihre Kinder zu haben. Fast 80 Prozent der Väter wünschen sich, dass sich dies ändert und sie sich mehr um Kinder und Familie kümmern können. Väter und Mütter in Vollzeit wollen durchschnittlich weniger Stunden arbeiten und mehr Zeit für Familie haben. Paare, die beide je 30 Stunden und mehr arbeiten, wünschen sich durchschnittliche Arbeitszeiten von 33 bis 38 Stunden in der Woche.

Das sind Ergebnisse der Studie „Zeitverwendung in Deutschland 2012/2013“ des Bundesamtes für Statistik, die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Statistik, Roderich Egeler, am 26. August 2015 in Berlin vorgestellt hat.

Weitere Informationen finden Sie hier beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend. Die Studie finden Sie unter dem folgenden Link www.destatis.de des Statistischen Bundesamtes.


„Wunschgroßeltern“ als Unterstützung junger Familien

Großeltern sind für die Betreuung der Kinder in Deutschland eine tragende Säule. Großeltern-Enkel-Beziehungen sind für beide Genrationen bereichernd. Während Großeltern ihren Enkeln Familientraditionen vermitteln und ihre Lebenserfahrung weitergeben, können die Enkelkinder ihnen die moderne Lebenswelt näher bringen, wie beispielsweise den Umgang mit einem Tablet oder Smartphone. Immer häufiger leben Großeltern und Enkel jedoch weit voneinander entfernt, da junge Familien aufgrund der geforderten Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt beispielweise umziehen.

Die Wunschgroßelternschaft ist demzufolge eine Idee, die darauf basiert, ältere Menschen, die nicht zur Familie gehören, mit interessierten Familien und deren Kindern zusammen zu führen. Bei der Wunschgroßelternschaft handelt es sich um außerfamiliäre Generationsbeziehungen basierend auf ehrenamtlichem Engagement. Gemeinsame Unternehmungen, wie ein Besuch
im Tierpark oder Hilfestellungen bei größeren Einkäufen ermöglichen den Interessierten Zeit miteinander zu verbringen.

Wunschgroßelternprojekte, die als Vermittler zwischen Wunschgroßeltern und Familien
fungieren, bestehen mittlerweile in vielen Städten und Gemeinden.


Alles was Recht ist


Kein Schadenersatz für Verdienstausfall bei fehlendem Kinderbetreuungsplatz

Der für Amtshaftungsansprüche zuständige 1. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Dresden hat mit seinem Urteil vom 26. August 2015 die Klagen von drei Müttern abgewiesen, die von der Stadt Leipzig Schadenersatz für Verdienstausfall begehrten, weil ihre Kinder nicht mit Vollendung des ersten Lebensjahres einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung erhalten haben.

Nach Ansicht des Oberlandesgerichts Dresden habe die Stadt zwar ihre Amtspflicht zur Bereitstellung von Kita-Plätzen verletzt. Aber nicht die Eltern und ihre Wunsch zu arbeiten seien vom Gesetzt geschützt, sondern Kinder und ihr Anspruch auf frühkindliche Förderung nach
§24 Abs. 2 SGB VIII. Der Anspruch auf den Betreuungsplatz stehe dem Kind und nicht den Eltern zu. Anders ist die Situation, wenn Eltern ihr Kind in einer privaten Betreuungseinrichtung betreuen lassen, weil sie keinen öffentlich geförderten Kita-Platz gefunden haben. Dies habe das Bundesverwaltungsgericht bereits im September 2013 entschieden.

Weitere Informationen zum Urteil des Oberlandesgerichts Dresden finden Sie hier.


Übersicht - Gerichtsurteile

Das Team der Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit bietet den Leserinnen und Lesern eine zusammengestellte Übersicht zu Gerichtsurteilen sowie Gesetzen zum Mutterschutz, Elternzeit, Elterngeld, Arbeitsrecht, Kindergeld sowie Kinderbetreuung. Die Übersicht ist chronologisch angeordnet und bietet zudem Interessierten und Ratsuchenden die Möglichkeit der direkten Verlinkung zu den Urteilen.

Weitere Informationen zu den Gesetzen erhalten Sie auf http://awez.s1.systematrix.de


Veranstaltung

Foto v.l.n.r.: Gerlinde Grass (SAE), Katrin Mok (WB)
(© ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH)

Bürgerfest – 25 Jahre Land Brandenburg

Brandenburg feierte Geburtstag!

Am 26. September 2015 luden der Landtag und die Landesregierung
zu einem großen Bürgerfest nach Potsdam ein. Zwischen Neuem Lustgarten und Altem Markt fand ein Fest statt, das dem Gesicht des Landes entsprach – fröhlich, vielfältig, bunt.

Abgeordnete, Mitglieder der Landesregierung, Vertreterinnen
und Vertreter der polnischen Nachbar-Woiwodschaften, unseres Partner­landes Nordrhein-Westfalen sowie des
Landes Berlin standen für Gespräche für Groß und Klein zur Verfügung.

Die Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit nahm auch am Bürgerfest teil. Vor Ort war die Beraterin Gerlinde Grass als Standbetreuerin aber auch als Ansprechpartnerin zu den Themen Mutterschutz, Elternzeit und Wiedereinstieg in den Beruf.

Weitere Informationen zu „25 Jahre Land Brandenburg“ finden Sie unter dem folgenden Link: www.brandenburg1990.de


Impressum

Newsletter Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit

ZAB ZunkunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB)
Steinstraße 104 - 106, 14480 Potsdam

V.i.S.d.P. Alexander Gallrein, Leiter Marketing/Kommunikation

Tel. 0331/660 3103

alexander.gallrein@zab-brandenburg.de



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