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Ausgabe vom 09.12.2014

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr 2014 geht langsam zu Ende. Das Team der Servicestelle blickt auf erfolgreiche Monate zurück: Auch in diesem Jahr haben uns zahlreiche Kundinnen und Kunden ihr Vertrauen geschenkt und sich von uns zu den Themen Elternzeit, Mutterschutz und Rückkehr in den Beruf beraten lassen.

Zudem haben wir dieses Jahr die Broschüre "Familienfreundliche Unternehmen im Land Brandenburg – ein guter Platz für Fachkräfte" herausgegeben. Darin stellen zehn Brandenburgische Unternehmen sowie eine familienfreundliche Region beispielhaft ihre Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie vor. Auch führten wir 2014 wieder unsere Fachtagung durch; dieses Mal mit dem Thema "Vereinbarkeit von Beruf und Familie – Herausforderung und Chance für Unternehmen".

Wir hoffen und würden uns freuen, wenn das kommende Jahr ähnlich gut verläuft und Sie uns gewogen bleiben. Empfehlen Sie unser Beratungsangebot gerne weiter und rufen uns bei Fragen zu den Themen Mutterschutz, Elternzeit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie familienbewusste Unternehmensführung jederzeit an. Persönlich können Sie uns auch im kommenden Jahr wieder auf mehreren Veranstaltungen antreffen.

Nun aber wünscht mein Team und ich Ihnen eine entschleunigte und schöne Adventszeit sowie Frohe Weihnachten und für 2015 beste Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit.

Mit unserem Newsletter wünsche ich Ihnen eine interessante Lektüre!

Freundliche vorweihnachtliche Grüße aus Potsdam sendet Ihnen
 
Simone Olbrich, Projektleiterin Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit


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Wissenswertes für Unternehmen


Unternehmerpreis „Familienfreundlich in PM“ geht in dritte Runde

Im kommenden Jahr will der Landkreis Potsdam-Mittelmark zum dritten Mal den Unternehmerpreis „Familienfreundlich in PM“ vergeben. Die Bewerbungsphase ist am
1. Dezember 2014 gestartet.

Gesucht werden Unternehmen, die sich in besonderer Weise für die Berufsorientierung von Kindern und Jugendlichen und/oder für ein familienfreundliches Betriebsklima und die Unterstützung der Beschäftigten zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie einsetzen. Engagierte mittelmärkische Betriebe können entweder vorgeschlagen werden oder sich selbst bewerben.

Die Bewerbungsbögen gibt es entweder per Download unter www.pmfamily.de oder im Kommunalportal des Landkreises Potsdam-Mittelmark.

Einsendeschluss ist der 27. Februar. Die Bewerbungen sind bei der Kreiskoordinierungsstelle per E-Mail simone.kuehn@potsdam-mittelmark.de oder per Fax 033841-91365 einzureichen.

Am 4. März 2015 entscheidet eine Jury über die Preisträger. Die Preisverleihung findet am
18. Mai 2015 im Plenarsaal des Landratsamtes Potsdam-Mittelmark statt.


Broschüre "Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Altenhilfe"

Die Broschüre "Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Altenhilfe" gibt Antworten auf die Frage, wie eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei der Betreuung von Patientinnen und Patienten rund um die Uhr funktionieren kann.

Dabei gibt sie speziell Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern der Altenpflege vielseitig und innovativ praktische Umsetzungsmaßnahmen für eine familienbewusste Personalpolitik an die Hand.

Die Broschüre des Netzwerkbüros beim DIHK zeigt zudem aktuelle Praxisbeispiele und Fachleute aus der Pflegepraxis geben wertvolle Tipps und informieren, worauf es bei der Umsetzung familienbewusster Maßnahmen ankommt.

Die Broschüre ist in Kooperation mit dem Deutschen Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. und dem Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V. entstanden. Sie ist kostenlos als Download beim Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“ erhältlich.


Leitfaden "Familienbewusste Personalpolitik für Väter – so funktioniert's"

Der Leitfaden "Familienbewusste Personalpolitik für Väter – so funktioniert's" zeigt Unternehmen viele gute Beispiele auf und gibt Tipps, die Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert und sie selbst dabei profitieren.

Viele Väter möchten sich heute neben ihrem Beruf stärker um die Betreuung und Erziehung ihrer Kinder kümmern. Unternehmen, die Vätern familienfreundliche Angeboten bieten, können sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil um Fachkräfte verschaffen.

Den Leitfaden hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Oktober dieses Jahres veröffentlicht. Er kann auf der Ministeriums-Webseite heruntergeladen oder als Druckexemplar angefordert werden.


Wissenswertes für Eltern und Familie


Neuerungen bei Elterngeld und Elternzeit in 2015

Im neuen Jahr plant die Bundesregierung Neuerungen bei Elterngeld und Elternzeit. Dem neuen Gesetz zum ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus und einer flexibleren Elternzeit hat der Bundesrat am 28. November zugestimmt.

Von den Neuerungen sind vorerst nur Mehrlingsgeburten betroffen. Ab dem 1. Januar 2015 gelten bei dem Elterngeld für Mehrlinge wieder die alten Regelungen, die im Gesetz nun klar formuliert sind. Das heißt, Eltern von Mehrlingen haben einen Elterngeldanspruch pro Geburt und erhalten den Mehrlingszuschlag in Höhe von 300 Euro.

Die übrigen Regelungen des neuen Gesetzes gelten für Eltern von Kindern, die ab dem 1. Juli 2015 geboren werden.

Wenn Sie Fragen zum neuen Gesetz über das ElterngeldPlus haben, rufen Sie uns an: 0331 70445720. Wir beraten Sie gern!

Foto: © chaos.design – Fotolia


Beschwerde zum Elterngeldgesetz

Der "Verband Familienarbeit e.V." will eine Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg einreichen. Der Verband sieht Eltern mit einem zweiten beziehungsweise weiteren Kind nach dem aktuell geltenden Elterngeldgesetz benachteiligt.

Die Höhe des Elterngeldes hängt vom Einkommen in den zwölf Monaten vor der Geburt eines Kindes ab. Mütter oder Väter, die sich vor der Geburt weiterer Kinder um bereits vorhandenen Nachwuchs kümmern, konnten dadurch weniger beziehungsweise kein Einkommen erzielen. Der "Verband Familienarbeit e.V." sieht das als einen Verstoß gegen Art. 8 (Achtung des Familienlebens) und Art. 14 (Diskriminierungsverbot) der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Für die Beschwerde sammelt der Verein momentan Spendengelder.


Broschüre "Soziale Sicherung im Überblick"

Die Broschüre "Soziale Sicherung im Überblick" gibt einen zusammenfassenden Überblick über das System der sozialen Sicherung in der Bundesrepublik Deutschland. Die Publikation informiert unter anderem über die Renten-, Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung sowie die Bereiche Arbeitsförderung, Arbeitsrecht und Bundeselterngeld, die Rehabilitation Behinderter Menschen, Wohngeld und Sozialhilfe.

Die Broschüre hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Juni 2014 herausgegeben. Sie kann auf der Webseite des Ministeriums heruntergeladen oder als Druckexemplar bestellt werden.


Alles was Recht ist


Urteil zur Kürzungserklärung des Urlaubsanspruchs

Nach dem Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (§ 17 Absatz 1 BEEG) kann eine Arbeitgeberin und ein Arbeitgeber den Urlaubsanspruch von Beschäftigten für jeden vollen Kalendermonat in Elternzeit um 1/12 kürzen.

Allerdings ist im BEEG nicht geregelt, wann und wie die Kürzung vorgenommen werden muss. Für die Kürzungserklärung gibt es also keine Vorgaben, sie kann auch mündlich erfolgen.

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Niedersachsen hat mit Urteil vom 16.09.2014 (15 Sa 533/14) entschieden, dass Unternehmen ihre Beschäftigten erst nach Ende der Elternzeit über die Kürzung ihres Urlaubsanspruches informieren müssen. Selbst, wenn das Arbeitsverhältnis nach der Elternzeit nicht fortbesteht, kann eine Arbeitgeberin und ein Arbeitgeber die Kürzung noch erklären.



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