Elterngeld für Geburten bis 30.06.2015

Wo muss man das Elterngeld beantragen?

Zuständig sind die Elterngeldstellen der Landkreise und kreisfreien Städte in Brandenburg.

Wer hat Anspruch auf Elterngeld?

Anspruch auf Elterngeld haben Eltern, deren Ehepartner und –partnerin sowie Lebenspartner und -partnerin als auch Adoptiveltern die mit ihrem Kind in einem Haushalt leben und des betreuen.

Wie lange wird Elterngeld gezahlt?

Das Elterngeld kann in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes in Anspruch genommen werden. Grundsätzlich kann ein Elternteil höchstens für 12 Monate Elterngeld beantragen. Anspruch auf zwei weitere Monatsbeträge haben die Eltern, wenn auch der andere Elternteil mindestens zwei Monate lang Elterngeld bezieht. Alleinerziehende erhalten bis zu 14 Monate Elterngeld. Die Zeit, in der die Mutter Mutterschaftsgeld einschließlich Arbeitgeberzuschuss bezieht, wird auf die Zeit, für die der Mutter Elterngeld zusteht, angerechnet.

Wie können die Eltern den Elterngeldanspruch untereinander aufteilen?

Bis zum 14. Lebensmonat des Kindes gibt es für jeden Monat einen Monatsbetrag, insgesamt also maximal 14. Die Eltern können die Anzahl der Monatsbeträge bis auf die zwei Partnermonate frei untereinander aufteilen. Sie können Elterngeld nacheinander oder gleichzeitig in Anspruch nehmen. Bei gleichzeitigem Bezug reduziert sich aber entsprechend die Laufzeit. Es müssen mindestens 2 Monate Elterngeld pro Elternteil in Anspruch genommen werden.

Welches Einkommen wird bei der Berechnung des Elterngeldes zu Grunde gelegt?

Zu Grunde gelegt wird das errechnete durchschnittliche Einkommen aus Erwerbstätigkeit, das in den maßgeblichen 12 Monaten vor der Geburt bzw. vor Beginn der Mutterschutzfrist erzielt wurde. Zu den Einkünften aus Erwerbstätigkeit zählt auch der Verdienst aus einer geringfügigen Beschäftigung (450 Euro Minijob).

Vom Einkommen aus Erwerbstätigkeit werden Abzüge für Steuern und Sozialabgaben in pauschalisierter Form vorgenommen und so ein maßgebliches Nettoeinkommen ermittelt. Einmal- und Sonderzahlungen, wie z.B. Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder Jubiläumszuwendungen, werden nicht bei der Ermittlung des Durchschnittseinkommens berücksichtigt. Der nach den Abzügen für Steuern und Sozialabgaben verbleibende Betrag ist das maßgebliche Nettoeinkommen, welches mit dem Elterngeld prozentual ersetzt wird (67 bis 65 %).

Bei einem Einkommen von über 1.200 Euro sinkt das Elterngeld von 67 % auf 65 %. Das heißt bei einem Einkommen von

  • 1.220 Euro werden 66 %
  • ab 1.240 Euro werden 65 %

ersetzt.

In welcher Höhe wird das Elterngeld gezahlt?

 

Wenn in den 12 Monaten vor der Geburt des Kindes keine Einkünfte aus Erwerbstätigkeit erzielt wurden, steht den Eltern ein Mindestbetrag von monatlich 300 Euro zu. Sofern das Elterngeld aus einem vorangegangenen Erwerbseinkommen berechnet werden soll, beträgt dies in der Regel 67 % bzw. bis 65 % des durchschnittlich ermittelten maßgeblichen Nettoeinkommens aus dem 12-Monatszeitraum vor der Geburt/vor der Mutterschutzfrist. Mutterschaftsgeld und Arbeitgeberzuschuss werden auf das Elterngeld angerechnet. Der Mindestbetrag des Elterngeldes beträgt monatlich 300 Euro und der Höchstbetrag des Elterngeldes monatlich 1.800 Euro.

Keinen Anspruch auf Elterngeld haben Alleinerziehende, die im Kalenderjahr vor der Geburt mehr als 250.000 Euro versteuern mussten und Elternpaare, die zusammen mehr als 500.000 Euro zu versteuerndes Einkommen hatten.

Werden Geschwisterkinder bei der Berechnung des Elterngeldes berücksichtigt?

Familien mit mehr als einem Kind können einen Geschwisterbonus erhalten. Das nach den allgemeinen Regeln zustehende Elterngeld wird um 10 Prozent, mindestens aber um 75 Euro im Monat erhöht. Bei zwei Kindern im Haushalt besteht der Anspruch auf den Geschwisterbonus solange, bis das ältere Geschwisterkind drei Jahre alt ist. Bei drei und mehr Kindern im Haushalt wird es gezahlt, wenn mindestens zwei Kinder das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Wie hoch ist das Elterngeld bei Mehrlingsgeburten?

 

Zusätzlich zum errechneten Elterngeld werden für jeden Mehrling 300 Euro gezahlt.

Wird das Elterngeld auf das Arbeitslosengeld II ("Hartz IV") angerechnet?

Grundsätzlich ja. Wer aber vor der Geburt gearbeitet und nur ergänzend Arbeitslosengeld II bezogen hat, bekommt einen Teil des Elterngelds zusätzlich zum Arbeitslosengeld II. Dieser Teil entspricht der Höhe des durchschnittlichen Monatseinkommens vor der Geburt, beträgt aber höchstens 300 Euro.

Weitere Fragen

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen unter der Servicenummer: 0331 70445720 zur Verfügung.

Ihr Kontakt zu uns

* ca. 3,9 Cent aus dem dt. Festnetz, aus dem dt. Mobilfunknetz können abweichende Kosten entstehen

Top